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2016: Auf dem Dortmund-Ems-Kanal-Radweg


Tag eins: Von Dortmund nach Datteln


Offizielle Beschilderung des DEK Wo beginnt eigentlich der Dortmund-Ems-Kanal? In Dortmund, das ist doch klar, oder? Laut Wikipedia gibt es aber gleich zwei Startpunkte:


"Der Dortmund-Ems-Kanal beginnt einerseits im Hafen Dortmund bei Km 1,44 und andererseits im unteren Vorhafen des alten Schiffshebewerks Henrichenburg am Ende des Rhein-Herne-Kanals“ (Wikipedia).



Ja, wo denn nun…?



Wer mit dem Zug in Dortmund ankommt und den Hauptbahnhof Richtung Norden verlässt, findet recht schnell die Beschilderung des Dortmund-Ems-Kanal-Radwegs (DEK-R). Diese führt zum Fredenbaumpark. Von hier aus sind auch Abstecher zum Dortmunder Hafen möglich, aber wir wollen möglichst bald zum Kanal und weiter Richtung Norden fahren.


Durch den Fredenbaumpark -> Durch den Fredenbaumpark


Durch den Fredenbaumpark -> Durch den Fredenbaumpark


Ein wenig Geschichte

Es war genau am 11. August 1899, als Kaiser Wilhelm II nach nur siebenjähriger Bauzeit den Dortmund-Ems-Kanal und somit den ersten der großen Binnenschifffahrtskanäle eröffnete. Die Gründe für den Bau waren seinerzeit vielfältig: Die Kohle aus dem Ruhrgebiet sollte schnell Richtung Norden transportiert werden. Auf dem Rückweg wurden ausländische Erze in das Ruhrgebiet gebracht. Die Eisenbahn allein war nicht mehr in der Lage, diese stetig wachsende Warenmenge zu transportieren und sollte mit dem Kanal entlastet werden. Ursprünglich war geplant, dass auf dem Wasserweg rund 4,5 Mio. Tonnen Güter transportiert werden. Aber bereits 1943 wurde diese Menge mit ca. 18 Mio. t im Jahr deutlich überschritten. Und stieg in den Folgejahren noch weiter an. Dazu beigetragen haben insbesondere der Wechsel von der langsamen Schleppschifffahrt zu den schnelleren Gütermotorschiffen und auch der Verkehr mit Schubverbänden. Dafür wurde der Kanal an vielen Stellen ausgebaut, verbreitert. Für einen Radweg war da zunächst keine Zeit und so dauerte es genau hundert Jahre, bis 1999 endlich der durchgehende Dortmund-Ems-Kanal-Radweg (DEKR) fertiggestellt und freigegeben war.

Und weitere 17 Jahre, bis wir ihn endlich fahren :o)


Von Dortmund bis Henrichenburg

Wir verlassen den Fredenbaumpark, folgen kurz einer wenig befahrenen Straße, queren den Dortmund-Ems-Kanal über eine Brücke, hinter der wir bequem über einen Zuweg direkt das Ufer des Kanals erreichen. Bei schönem, sonnigen Wetter fahren wir auf dem Uferweg dahin, den Kanal rechts von uns, links zumeist weitläufige Wiesen und Felder. Auf der gegenüberliegenden Seite ist zunächst noch ein Teil des Dortmunder Hafens zu sehen, bevor die Landschaft auch dort grün wird. Einmal müssen wir auf unserer Seite das Ufer des Kanals verlassen und ein kleines Industriegebiet umfahren. Aber das ist schnell erledigt und gleich darauf folgen wir wieder dem Weg direkt am Wasser.


Blick auf einen Teil des Dortmunder Hafens -> Blick auf einen Teil des Dortmunder Hafens


Fahrt entlang des Dortmund-Ems-Kanals -> Fahrt entlang des Dortmund-Ems-Kanals


Fahrt entlang des Dortmund-Ems-Kanals -> Fahrt entlang des Dortmund-Ems-Kanals


Wir radeln gemächlich dahin, machen zwischendurch immer wieder einen kurzen Stopp für ein Foto und erreichen nach rund zwei Stunden den Schleusenpark Waltrop Hier in diesem Gebiet kann man sich durchaus etwas länger aufhalten. Das alte Schiffshebewerk Henrichenburg, der Hafen Waltrop und ein Café laden zum entdecken und verweilen ein. Da wir jedoch erst am späten Mittag in Dortmund gestartet sind und heute noch bis Datteln fahren wollen, begnügen wir uns mit einigen Fotos und fahren dann weiter.


Am Schleusenpark Waltrop -> Am Schleusenpark Waltrop


Am Schleusenpark Waltrop -> Am Schleusenpark Waltrop


Am Schleusenpark Waltrop -> Am Schleusenpark Waltrop


Radweg am Kanal entlang Richtung Datteln -> Radweg am Kanal entlang Richtung Datteln


Endspurt nach Datteln

Was nun allerdings folgt, ist alles andere als schön und idyllisch. Am Kanal versperren das Kraftwerk Datteln auf der einen und das Gelände der mittlerweile geschlossenen Firma Ruhrzink auf der anderen Seite den Weg. Daher folgen wir der Beschilderung des DEK-R und gelangen so zur B 235. Diese vielbefahrene Bundesstraße verfügt zwar über einen Radweg. Dieser liegt zumeist jedoch genau neben der Fahrbahn und so rauschen die Fahrzeuge oft recht knapp an uns vorbei. Laut unserem Fahrradführer müssen wir der B 235 nun einige Kilometer folgen. Aber kurz hinter dem Kraftwerk führt rechts eine Straße Richtung Kanal und wir versuchen unser Glück. Und siehe da, es funktioniert. Bald darauf rollen wir wieder direkt am Kanal entlang, am Abzweig des Datteln-Hamm-Kanals vorbei bis zum Dattelner Hafen. Wir fahren am Schiffermast vorbei, bis wir den Wesel-Datteln-Kanal erreichen. Auf der anderen Seite führt der DEK weiter Richtung Norden nach Olfen. Wir aber verlassen an dieser Stelle den Kanal und fahren nach Datteln hinein, wo wir übernachten. Morgen werden wir von hier aus über die Schleuse Datteln die Kanalseite wechseln und unsere Tour fortsetzen.


Abzweig des Datteln-Hamm-Kanal -> Abzweig des Datteln-Hamm-Kanal


Schiffermast in Datteln
-> Schiffermast in Datteln


Da geht es weiter Richtung Norden
-> Da drüben geht es weiter Richtung Norden





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DEK-Radweg
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