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Ein Wochenende in Leer/Ostfriesland 2015


Freitag

Die Sonne scheint hell und warm vom Himmel, als unser Zug am späten Freitagnachmittag im Bahnhof Leer einläuft. Mit Verspätung zwar, aber ich habe als Bahnpendler ja sowieso die Erfahrung gemacht, das man es als Reisender mit der Deutschen Bahn mit der Pünktlichkeit nicht immer so genau nehmen darf.
Leider :-(

Aber davon wollen wir uns die Laune nicht verderben lassen. Ein ganzes Wochenende sind wir in Leer, der drittgrößten Stadt in Ostfriesland. Und möchten uns hier so einiges ansehen. Daher gehen wir vom Bahnhof aus direkt zu unserem Hotel, checken kurz ein und machen uns dann sofort auf dem Weg zum Museum „Haus Samson“. Dieses ist nur von Montag bis Freitag geöffnet, so dass wir lediglich heute die Gelegenheit zu einer Besichtigung haben. Zum Glück ist das Museum nicht weit von unserer Unterkunft entfernt, so dass wir schon bald darauf vor der prächtigen Fassade des 1570 erbauten Hauses stehen.


-> Das "Haus Samson" in der Leeraner Altstadt


Im Erdgeschoss befindet sich heute eine Weinhandlung und während deren Geschäftszeiten kann das Obergeschoß, in dem das Museum untergebracht ist, besichtigt werden. Also kraxeln wir die recht steile Treppe nach oben, öffnen die Tür und … befinden uns in einer ganz anderen Zeit und einer komplett anderen Welt. Die ehemaligen Speicherböden des ersten und zweiten Obergeschosses wurden erst nachträglich in das heutige Museum verwandelt. Die hier ausgestellten Gegenstände wurden aus dem ganzen ostfriesischen Raum zusammengetragen und geben einen eindrucksvollen Eindruck in die ostfriesische Wohnkultur des 18. und 19. Jahrhunderts. Und die war, so scheint es mir, gar nicht mal so übel.


-> Innenansicht von "Haus Samson"



-> Innenansicht von "Haus Samson"



-> Innenansicht von "Haus Samson"



-> Innenansicht von "Haus Samson"


Es macht Spaß, hier zu stöbern, die alten Möbel und Alltagsgegenstände anzusehen und sich vorzustellen, wie die Menschen früher darin gelebt, damit gearbeitet oder auch gespielt haben.

Um kurz vor 18:00 Uhr endet unser Besuch im „Haus Samson“. Wir gehen die Treppe wieder hinunter in das Erdgeschoß und dort befindet sich auch eine kleine Dose, in der die Besucher das Eintrittsgeld werfen sollen. Das sind 2,- € pro Person, wer mag, darf das natürlich gerne aufrunden. Unterhalt und Instandhaltung sind nicht billig. Seit Anfang 2007 gehört das Museum zu einer privaten Stiftung und die ist (verständlicherweise) für jede Spende dankbar.

Von außen werfen wir noch einmal einen Blick zurück auf das Haus. Es wurde von einem niederländischen Architekten erbaut und ganz in dieser Tradition hat es auch einen Namen bekommen: „Haus Samson“ eben. Darauf weist auch ein Schild an der Außenwand hin, dass zeigt, wie Samson einen Löwen bezwingt.


-> Samson besiegt den Löwen


Und einen Hinweis auf den heutigen Besitzer des Hauses bekommt man, wenn man einen Blick in die Gasse direkt neben dem Haus wirft und dabei nach oben schaut: Im Erdgeschoß befindet sich nämlich die Verwaltung des Weinfachgeschäftes I.W.Wolff GmbH & Co KG. Und das Museum ist im Besitz der "Hilke und Fritz Wolff Stiftung".


-> Familien"wappen" auf dem Schornstein


Eigentlich wollten wir später am Abend noch an einer historischen Stadtführung teilnehmen. Als wir uns aber vor einer Woche dafür anmelden wollten, war diese bereits ausgebucht. Wer also ähnliches vorhat, bitte sehr früh um die Teilnahme kümmern.

Stattdessen schlendern wir ein wenig der idyllische Uferpromenade des Handelshafens entlang und beobachten die kleinen und größeren Schiffe, die hier vor Anker liegen. Morgen wollen wir uns hier etwas genauer umsehen, daher gehen wir weiter bis in die Fußgängerzone, wo wir in einem gemütlichen kleinen Restaurant unseren ersten Tag ausklingen lassen.




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