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Auf der Lieblingsinsel der Deutschen

Naja, eigentlich war es ja mehr so eine Art „Wandern light“. Wir hatten uns in dem Örtchen Peguera einquartiert, ca. 25 Kilometer westlich der Hauptstadt Palma. Von hier aus starteten wir zu verschiedenen Tagestouren. Meistens zu Fuβ, aber auch mal mit dem Bus, dem Zug, und einmal hatten wir uns einen Wagen gemietet. Aber immer schön der Reihe nach.

Am Sonntag, unseren ersten Tag, wanderten wir zum Cap Andritxol. Wir hatten im örtlichen Touristenbüro einen kostenlosen Wanderführer dieser Region erhalten, und hier wurde diese Tour mit ungefähr drei Stunden Zeit angegeben. Aber irgendwo haben wir wohl eine Abzweigung verpasst. Und so kletterten wir über Felsen, rutschten Hänge hinab und stolperten über Baumwurzeln, bis wir endlich unser (sehenswertes) Ziel erreicht hatten. Nachdem wir dann auf „normalen“ Weg zurück zum Hotel gelangten, waren wir gut fünf Stunden unterwegs gewesen. Aber es hat Spaβ gemacht.



Am zweiten Tag (Montag) fuhren wir von Peguera mit dem Bus zunächst nach Port d‘Andratx, dann weiter bis nach Sant Elm. Dort starteten wir unsere Wanderung zum ehemaligen Kloster „La Trapa“. Bei herrlichen Wetter genossen wir die Tour durch den Wald, immer wieder mit herrlichen Ausblicken auf die nahe der Küste gelegenen Insel „La Dragonera“, bis wir wiederum nach etwas klettern schlieβlich die Klosteranlage erreichten. Wirklich sehenswert! Quer durch das Hinterland liefen wir zurück nach Sant Elm, um mit dem Bus wieder zurück nach Peguera zu fahren..

Dienstag dann mal keine Wanderung. Wir fuhren mit dem Bus nach Palma, und von dort mit der historischen Eisenbahn nach Soller (Zug Soller). Eine wirklich schöne Fahrt, mit herrlichen Ausblicken rechts und links der Schienen. Am Nachmittag ging es nach einem Aufenthalt in Soller mit dem Zug wieder zurück nach Palma, und dort mit dem Bus zurück zum Hotel.



Am Mittwoch war wieder laufen angesagt. Zunächst ging es quer durch den Wald einen Hang hinauf und auf der anderen Seite wieder hinab nach Camp de Mar. Von dort aus wanderten wir weiter nach Port d‘Andratx. Wegweiser gab es hier zwar keine, und wir sind mit Sicherheit einen ziemlichen Umweg gelaufen. Aber es war ein schöner Weg. Mit dem Bus fuhren wir dann zurück nach Peguera.



Der Donnerstag war dann zweigeteilt: Am Vormittag wanderten wir nach „Sa Bruta“, dem Drachenkopf, sozusagen dem Hausberg von Peguera. Auf den letzten Meter erwartet den Wanderer dort eine richtige Kletterpartie. Aber die Aussicht lohnt sich. Zurück im Hotel gönnten wir uns eine kleine Erfrischung, bevor wir uns auf den Weg nach Santa Ponca machten. Auf dieser laut Wanderführer extrem leichten Tour haben wir uns allerdings wieder komplett verlaufen. Am späten Nachmittag waren wir froh, eine Bushaltestelle in der Nähe des Zentrums von Santa Ponca erreicht zu haben, und nahmen den Bus zurück.



Am Freitag, dem letzten Tag auf der Insel, mieteten wir uns ein Auto. Zunächst fuhren wir nach Valldemossa, wo wir uns unter anderen das Kartäuserkloster ansahen, das einst Frédéric Chopin gemeinsam mit der französischen Schriftstellerin George Sand beherbergte. Aber auch der Ort selbst ist sehenswert. Danach fuhren wir weiter nach Deia. Diese Gegend hier bietet sich an, wenn man mal „richtig“ wandern will, und wir waren uns einig, dass wir das auch einmal in Angriff nehmen wollen. Von Deia fuhren wir die Küstenstraβe Richtung Süden, über Banyalbufar, Estellenc und Andratx zurück nach Peguera.



Der Samstag war zwar unser Rückreisetag, aber wir haben die uns verbleibene Zeit genutzt, und sind mit dem Linienbus nach Palma gefahren, um die dortige Kathedrale zu besichtigen. Sie heiβt auf Mallorquin „La Seu“, was soviel bedeutet wie „das Licht“. Und mit ihren vielen bunten Fenstern spielt das Licht im inneren wirklich eine besondere Rolle. Auch wenn keine Messe abgehalten wurde, war es doch eine besondere Stimmung, die von diesem Haus ausgeht.
Mit dem Bus fuhren wir anschlieβend zurück nach Peguera, wo wir um 18:00 Uhr abgeholt, und zum Flughafen gefahren wurden.




Eine Woche ist schnell vorbei, das haben wir wieder einmal feststellen müssen. Aber unsere Tour nach Mallorca hat sich gelohnt. Traumhaftes Frühlingswetter mit blauem Himmel und Temperaturen um die 18 Grad haben uns das kalte Februarwetter in Deutschland schnell vergessen lassen. Das nächste Mal allerdings werden wir uns in der Gegend um Deia bzw. Valldemossa eine Unterkunft suchen. Und von dort aus unsere Wandertouren starten. Dort, in der „Serra de Tramuntana“, dem Tramuntana-Gebirge, gibt es richtig schöne Wanderwege, die wir erkunden wollen. Und von denen wir dann hier natürlich auch berichten werden.


Hier findet Ihre noch einige Informationsbroschüren:
Mit dem Zug von Palma nach Soller: Seite 1, Seite 2
Das Kartäuserkloster von Valldemossa: Seite 1, Seite 2, Seite 3, Seite 4
Das Chopin-Zimmer in Valldemossa: Seite 1, Seite 2
Die Kathedrale von Palma: Seite 1, Seite 2


Und hier noch eine kleine Bildergallerie:
-> Link zu den Mallorcabildern (34 Fotos)


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