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Motorrad-Reise-Treffen 2012

Bereits zum 16. Mal findet das „Motorrad-Reise-Treffen“ jetzt statt. Gehört und gelesen habe ich davon schon des öfteren. Und in diesem Jahr bin ich (gemeinsam mit Markus) nun endlich auch dabei :-)

Termin ist das Wochenende vom 24. bis 26. August. „Gieboldehausen“ heiβt der Ort, wo das Treffen stattfindet, und ein Blick auf die Karte zeigt, daβ dieses eigentlich recht verschlafene Nest im Harz in der Nähe von Goslar liegt.




Die Anmeldung zu dem Treffen erfolgt über den Link www.motorrad-reise-treffen.de. Eine extra Anmeldebestätigung erhält man nicht. Man kann sich aber die Seite ausdrucken, die nach dem Absenden des Formulars angezeigt wird. Knapp zwei Wochen vor dem Treffen kommt dann eine E-Mail mit den verschiedenen Veranstaltungen, die dort durchgeführt werden. So steigt auch die Vorfreude.

Am Freitag, 24.08.12 ist es soweit: Es ist leider fast 14:00 Uhr, bis Markus und ich endlich starten können. Und so halten wir uns gar nicht lange auf, sondern fahren gröβtenteils über die Autobahn Richtung Osten. Am frühen Abend erreichen wir dann Gieboldehausen. Der Ort des Treffens ist schnell gefunden, die Anmeldeformalität ohne abzusteigen im Nu erledigt, und so bauen wir bereits kurze Zeit später unser Zelt auf. Es ist schon sehr voll, und trotzdem sind wir noch lange nicht die letzten, die ankommen.




Dann ziehen wir los, Mopeds gucken. Laut Auskunft des Veranstalters sind rund 430 Leute hier, fast alles Selbstfahrer. Also gibt es jede Menge zu sehen. BMW natürlich, aber auch Transalp, Africa Twin, Tiger, Tenere… Viele haben teils originelle Um- bzw. Anbauten, und so schlendern wir durch die Reihen der Motorräder, und haben viel zu gucken. Das eine oder andere Gespräch ergibt sich dabei auch. Dann kommt leider der groβe Regen. Wir „retten“ uns unter das Dach des Verpflegungszeltes, so wie viele anderen auch. Zum Glück ist der Schauer zwar heftig, aber nicht allzu lang, und bald kommen wir wieder ohne ein Dach über den Kopf aus. Etwas eβen, ein Bierchen - nicht lange, dann machen zumindest Markus und ich Schluβ für Heute.




Samstagmorgen nach dem Frühstück machen wir uns auf in den groβen Veranstaltungsraum des nebenan gelegenen Hotels „Niedersachsenhof“. Dort werden heute Tagsüber verschiedene Reisen vorgestellt. Nicht alle machen das so wie wir: Manche nutzen den Tag auch für eine gemeinsame Ausfahrt. Vor dem Hotel haben sich einige Händler mit ihren Ständen postiert. So findet man dort unter anderem die Firma „Touratech“ (Niederlaβung Kaβel) genauso wie Abordnungen von „Enduristan“ und „Rukka“ sowie der Zeitschrift „Motorrad & Abenteuer“. Hier stöbern wir ein wenig, bis gegen elf Uhr endlich der Saal vom Hotel geöffnet wird. Wir folgen der groβen Meute, die jetzt geschloβen den Raum stürmt, und werden in den nächsten Stunden bestens unterhalten. Es gibt Foto- und Filmvorträge über Marokko, Südnorwegen, einer Tour nach Ladakh sowie einer Winterreise nach Alaska. Auβerdem werden wieder drei Förderpreise verliehen für Projekte, die verschiedene Leuten durchführen wollen, und die eine Jury (bestehend aus Sponsoren dieses Treffens) für förderwürdig hält. Für diese Preise kann sich jeder bewerben. Mal sehen, vielleicht machen wir im nächsten Jahr auch mal mit :-)

Zwischendurch gibt es eine ausgiebige Mittagspause, in der wieder auf das Beste für das leibliche Wohl gesorgt wird. Auβerdem werden zwischendurch Videogrüβe eingespielt von Leuten, die in den letzten Jahren den Förderpreis erhalten und ihr Projekt damit umgesetzt haben, und die nun irgendwo unterwegs auf Reisen sind.

Am Abend dann zunächst wieder leckeres vom Grill sowie ein Bierchen, bevor dann (wie in den Vorjahren auch) die Band „All-in-one“ den Leuten hier kräftig einheizte. Zunächst komplett als Band, später dann am Lagerfeuer nur mit Akustik-Gitarren. So wird es für manch einen eine richtig lange Nacht.




Sonntagmorgen dann Frühstück, und dabei noch der eine oder andere Small Talk. Dann heiβt es auch schon Zelt abbauen, Sachen packen, Motorräder beladen, und schon geht es wieder Richtung Heimat. Diesmal natürlich mit ausgiebigen Schlenkern und Kurven.


Fazit:
Die Idee dieses Treffens ist wirklich Klasse, und auch die Umsetzung ist gut gemacht. Kein Wunder, schlieβlich haben die Organisatoren ja auch schon 16 Jahre Erfahrung.

Das einzige, was mir überhaupt nicht gefiel, waren die eigentlich so gut wie gar nicht vorhandenen sanitären Anlagen. Ein WC-Häuschen mit zwei Toiletten und drei Pinkelbecken für Männer, sowie drei Toiletten für Frauen, beide jeweils mit einem Miniwaschbecken versehen. Und „outdoor“ dazu noch ein Schlauch mit zwei Kaltwasseranschlüβen. Das war’s dann auch schon für 430 Leute. Mit so etwas kann ich auf Reisen im Dschungel zufrieden sein, oder im tiefsten Afrika. Aber für mitten in Deutschland halte ich persönlich das für eindeutig zu wenig. Da sollte auf jeden Fall mehr möglich sein!




Wer sich damit arrangieren kann, hier noch der Link zur offiziellen Webseite des Treffens:

www.motorrad-reise-treffen.de


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