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2016: Nordjütland, Dänemarks Spitze


Kilometerlange Strände, sanftes Meeresrauschen und ein endloser Horizont: Das ist charakteristisch für den Norden Dänemarks, Nordjütland genannt.

Oder „Nordjylland“, um es auf Dänisch zu sagen.


Hier oben liegen Ost- und Nordsee nie weit auseinander, fließen an der Spitze sogar zusammen. Viele kleine Orte gibt es an den beiden Küsten, außerdem Sehenswürdigkeiten und Naturschauspiele.

Wir sind vier Tage lang hier oben und sehen uns einige davon an.


Slettestrand

Wer von Süden kommend an der Nordseeküste entlang Richtung Norden fährt, kommt irgendwann, nachdem er den Limfjord überquert hat, auch an Slettestrand vorbei. Hier gibt es einen wirklich schönen und autofreien Strand. Dank der niedrigen Dünen ist er windgeschützt und bietet auch einigen Fischerbooten Platz.

Wahrzeichen von Slettestrand ist jedoch eine Eisenskulptur in Form einer Krabbe in Angriffsposition. Sie steht direkt am Strand und ist dort gar nicht zu übersehen. Sie wurde von dem Künstler Erik Nielsen aus Frederikshavn im Größenverhältnis 1:25 erstellt und steht dort seit 1981.



-> Am Strand von Slettestrand



-> Slettestrands Krabbe


Løkken

Was mir an Løkken so gut gefällt, ist der breiten Sandstrand. Den kann man mit dem Auto befahren und damit kilometerweit am Wasser entlang rollen. Gesäumt wird er im Sommer von einer fast endlosen Reihe weißer Badehäuser, die wie auf einer Kette gezogen vor den Dünen stehen.

An der Mole ziehen die Fischer ihre Boote an Land und verkaufen gleich vom Schiff aus ihren fangfrischen Fisch an die Touristen.

In dem Ort selber laden zahlreiche Geschäfte, Cafés und Ateliers zum Bummeln ein. Sie sind mit ihrem reichhaltigen Angebot oft bis in die späten Abendstunden geöffnet.

Für uns ist Løkken der ideale Ausgangspunkt für unsere Ausflüge hier in Nordjütland.



-> Am Strand von Løkken



-> Løkkens Mole, im Frühjahr 2015 frisch restauriert



-> Spaziergang durch den Ort



-> Spaziergang durch den Ort



-> Abendstimmung am Strand



Die Kraft der Natur, Teil 1: Rubjerg Knude

Ein paar Kilometer nördlich von Løkken liegt die bis zu 100 Meter hohe Wanderdüne „Rubjerg Knude“. Diese würde den Leuchtturm „Rubjerg Fyr“ komplett unter sich begraben, wenn er nicht in jedem Frühjahr mit Baggern freigeschaufelt würde. 1968 wurde er still gelegt, und ist heute DER Besuchermagnet in Dänemark schlechthin. Die Aussicht von dort auf das Meer ist wirklich herrlich und die kurze Wanderung allemal wert, die man von dem kleinen Parkplatz aus in Kauf nehmen muss.

Allen schaufeln zum Trotz ist das Ende des alten Leuchtturmes aber jetzt schon absehbar. Der Wind nagt Jahr für Jahr an den hohen Klippen, auf denen er steht und trägt sie immer weiter ab. Forscher geben ihm noch 60 bis 80 Jahre, bis er in das Meer hinab stürzt.



-> Infotafel an der Wanderdüne „Rubjerg Knude“



-> Der versandete Leuchturm von Rubjerg Knude



-> Der versandete Leuchturm von Rubjerg Knude




Das Tor zum Norden: Hirtshalts

Von Hirtshals aus starten die Schiffe gen Norden. Ob nach Norwegen, auf die Färöer Inseln oder nach Island – Hirtshalts ist der Startpunkt für viele, die per Fähre ihr Ziel im Norden erreichen wollen.



-> Hafenstadt Hirtshalts


In Hirtshalts befindet sich aber auch einer der höchsten Leuchttürme Dänemarks: Hirtshals Fyr. Seine Grundsteinlegung war am 28. Juni 1860, am 1. Januar 1863 ging er in Betrieb. Er hat eine Feuerhöhe von 57 m und ist nach wie vor in Betrieb. Und er kann bestiegen werden. Die 144 Treppenstufen lohnen sich, denn von oben aus hat man eine weite Aussicht über die Stadt und ihr Umland.



-> Hirtshals Fyr, der Leuchtturm von Hirtshalts



-> Infotafel am Turm



-> Blick vom Leuchtturm auf die Stadt



-> Westküste Richtung Süden


Ebenfalls sehenswert sind das Bunkermuseum, dass sich in unmittelbarer Nähe zum Leuchtturm befindet, sowie das Oceanarium, das mit 4,5 Millionen Liter Wasser immerhin das größte Aquarium Nordeuropas ist.



Wo Dänemark zu Ende ist: Grenen.

In den äußersten Norden Dänemarks, also dorthin, wo Ost- und Nordsee zusammen fließen, zieht es eigentlich jeden Norddänemarkurlauber regelmäßig hin: Nach Grenen. Von rechts fließt das blaue Wasser der Ostsee nach links in das grüne Wasser der Nordsee.
Oder umgekehrt :o)

Auf jeden Fall ist das ein beindruckendes Schauspiel und vielen lassen es sich nicht nehmen, mit einem Bein in der Nord- und dem anderen in der Ostsee zu stehen. Trotz des nicht zu übersehenden Warnschildes.



-> Wo Dänemark zu Ende ist: Grenen



-> Hier treffen Nord- und Ostsee zusammen



-> Weiter geht es nicht ...



-> Sollte beachtet werden



Skagen, Dänemarks nördlichste Stadt

Dänemarks nördlichste Stadt, das stimmt wohl. Aber es gibt noch eine Einmaligkeit obendrauf: Skagen liegt sowohl an der Ost- als auch an der Nordsee.

Bekannt ist der Ort zum einem als Fischereihafen. Noch heute kann man den Fisch fangfrisch von den Booten kaufen, wenn die Fischer nach ihrer Tour zurück in den Hafen eingelaufen sind. Aber auch viele Maler hat es in den letzen Jahrzeiten hierher verschlagen, die „Skagenmaler“. Das Licht lockte und lockt sie noch immer an, das Licht, dass hier oben so unvergleichlich sein soll. Und so widmet sich hier sogar ein Museum den Malern und dem Licht (siehe Reisebericht Skagens Museum). Außerdem findet man hier jede Menge Galerien, in denen die Künstler ihre Werke zum Kauf anbieten.



-> Fischerdenkmal am Hafen



-> In Skagens Hafen liegen auch heute noch viele Fischerboote



-> Spaziergang durch die Stadt



-> Skagens Kirche von aussen ...



-> ... und von innen



Die Kraft der Natur, Teil 2: Den Tilsandede Kirke - Die Versandete Kirche

Etwas südlich von Skagen befindet sich „den tilsandede Kirke“. Die Kirche mit dem Namen „Sct. Laurentii“ war im weiten Umkreis die größte, als sie in der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts gebaut wurde. Aber Ende des 18. Jahrhunderts erreichte ein starkes Sandtreiben den Bau und versandete das Gebäude. Wollte die Gemeinde den Gottesdienst besuchen, so musste sie zunächst alles freischaufeln.

Bis 1795 dauerte dieser Kampf, dann wurde die Kirche auf königlicher Anordnung geschlossen und seinem Schicksal überlassen.

Heute ist von der einstmals so stolzen „Sct. Laurentii“ nur noch der Turm als sichtbare Erinnerung übrig geblieben.



-> Die Versandete Kirche



-> Die Versandete Kirche



Sæby

Sæby, das „Städtchen am Meer“, liegt an der Ostsee, etwas südlich der großen Hafenstadt Frederikshavn. Neben einer netten Innenstadt mit Fußgängerzone und Marktplatz gefällt mir besonders der kleine Hafen. Dort steht auch das Wahrzeichen der Stadt, „Die Frau am Meer“. Das ist eine doppelseitige Steinskulptur, die einerseits als Schutzpatronin dient, andererseits eine Meerjungfrau darstellt. Hier am Hafen kann man gemütlich sitzen, auf das Wasser blicken und den kleinen Schiffen bei der Ein- bzw. Ausfahrt zuschauen.
Oder bei einem kleinen Snack einfach nur seinen Gedanken nachhängen.



-> Die Kirche von Sæby



-> Sæbys kleiner Hafen



-> Sæbys kleiner Hafen



-> "Die Frau am Meer", Wahrzeichen der Stadt




Viele Orte und Sehenswürdigkeiten haben wir in den vier Tagen in Nordjütland natürlich nicht besuchen können. Daher haben wir durchaus noch einige offene Punkte für einen nächsten Besuch dort oben. Zum Beispiel:

  • Hirtshalts mit seinem Leuchtturm und dem Nordseeaquarium
  • Insel Læsø
  • Frederikshavn
  • Aalborg
  • Die Limfjord-Insel Mors mit seinen Wikingergräbern
Und, und und… :o)


Ja, und dann gibt es hier ja auch ein begehrtes Strandgut:


-> Flaschenpost mal anders. Echt Lecker! :o)



Hier eine Übersicht, wo sich die vorgestellten Orte befinden:







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