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Motorradtour zum Nordkap vom 27.05. – 10.06.2009


 Mittwoch, 27.05.2009; Jetzt geht‘s los...! 

Halb sieben aufstehen, duschen, frühstücken, anschlieβend das Motorrad packen, so startet mein Tag bei herrlichem Wetter. Pünktlich um kurz vor acht steht Johannes bei mir vor der Tür, ich schiebe gerade meine Tenere aus der Garage. Sein breites Grinsen und das fröhliche „Moin, Moin“ zeigen mir, dass er sich genau wie ich darüber freut, dass es nun endlich losgeht. Kurz darauf fährt Markus vor, und auch der trägt dieses „Jetzt-geht’s-los-Grinsen“ im Gesicht. Ein kurzes, gegenseitiges begutachten der Motorräder, noch einmal eine knappe Zusammenfassung der Route des heutigen Tages, und dann verabschiede ich mich von Claudia und Nils (Nina ist bereits zur Schule). Aufsitzen, Motor anlassen und abfahren, wie immer mit einem merkwürdigen Gefühl in der Magengegend. Zwei Wochen ohne Familie – dieser Gedanke ist schon komisch. Aber bald schon beansprucht die Straβe meine Aufmerksamkeit.

Über Land geht es bis auf die A43, dort fahren wir Richtung Münster. Von da an halten wir uns auf der A1 immer Richtung Norden. Ungefähr im Stundentakt machen wir Pause, ein Rhythmus, der sich bereits auf unserer letzten Tour bewährt hat. Die Autobahn ist sehr voll, viele LKW‘s sind unterwegs, dass fahren macht nicht besonders viel Spaβ. Auβerdem nimmt, je weiter wir nach Norden kommen, die Bewölkung zu. Wir schaffen es noch trocken durch den Elbtunnel, aber kurz danach geraten wir in einen Regenschauer. Die Wolken am Himmel sind ziemlich dunkel, aber zum Glück sehen sie bedrohlicher aus, als sie tatsächlich sind. Der Himmel klart wieder auf, und als wir gegen 14:30 Uhr den Schwedenkai in Kiel erreichen, haben sich die Wolken überwiegend verzogen, und die Sonne scheint uns auf die Helme. Nun heiβt es warten.




Zu zweit machen wir jeweils kurze Abstecher in die nahe gelegene Fuβgängerzone. McDonalds lockt genauso wie ein Supermarkt, in dem wir uns mit Verpflegung für den Abend eindecken.

Viele Motorradfahren sind nicht am Anleger. Eine Gruppe Finnen, die aber unter sich bleiben wollen, und jeden Kontakt mit uns meiden. Und ein einzelner Fahrer aus der Nähe von Hannover. Er hat im Süden Schwedens ein Haus, in dem er mal wieder nach dem Rechten sehen will. Das war’s dann auch schon fast. Ein finnisches Paar fährt noch mit seinen beiden Harleys vor. Sie verstauen die Maschinen in einen Van, vielleicht sparen sie auf diese Weise ja Fährgebühren.

Um 17:00 Uhr dürfen wir endlich auf das Schiff. Die Regel „Motorräder zuerst“ gilt immer noch, und so sind wir bereits kurze Zeit später in unserer Kabine. Wir verstauen unsere Sachen, und gehen hinauf auf das „Sonnendeck“. Mit etwas Brot, Minisalami, äpfeln, Erdnüssen und Dosenbier machen wir es uns dort bequem. über den Bordlautsprecher erzählt jemand aus der Schiffscrew etwas von Windstärke sieben bis acht, aber das kümmert uns im Augenblick nicht. Zufrieden verdrücken wir unser Festmahl, genieβen ein paar Sonnenstrahlen und die Skyline von Kiel :-) Als wir allerdings ablegen und den Hafen verlassen, wird es doch recht schnell kalt hier oben und wir suchen uns unter Deck eine Sitzgelegenheit mit einem Tisch. Dort breiten wir eine Karte für das südliche Schweden aus, und planen die Tour für den nächsten Tag. Wir haben nur einen Zwischenstopp fest eingeplant: Das Industriemuseum von Husqvarna. Und so suchen wir uns eine interessante Route dorthin, telefonieren anschlieβend noch kurz mit zu Hause, und liegen dann um kurz nach 22:00 Uhr in unseren Kojen.



Zu Tag 2

Nordkap
2009



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