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Motorradtour zum Nordkap vom 27.05. – 10.06.2009


 Dienstag, 09.06.2009; Warten, und warten, und warten, und... 

Selten ist wohl ein Morgen so relaxed verlaufen wie dieser. Bis fast acht Uhr schlafen wir, danach wird gemütlich drauβen gefrühstückt. Nur ein Camper, der auf dem Weg zum Waschhaus direkt an unserer Wiese vorbei läuft, nervt uns ein wenig. Er textet uns zu mit seinem tollen Wohnmobil, aber wir hören gar nicht richtig hin, und bald hat er genug von seinen Monologen, und lässt uns zufrieden. Die Sonne scheint vom blauen Himmel, in kurzer Hose und T-Shirt sitzen wir auf dem Rasen, Mensch, was willst Du mehr?




Es ist mittlerweile bereits nach zwölf Uhr, bis wir losfahren. Die 45 begrüβt uns wie alte Bekannte. Einen Tankstopp legen wir noch ein, und dort sehen wir wieder das, was wir hier in Schweden häufig auf den Straβen oder auf Parkplätzen beobachten konnten: Es sind jede Menge Reifenspuren auf der Strasse. Beim Anfahren und Beschleunigen lassen die Schweden gerne Gummi auf der Straβe. Auch kreisrunde Wheelies sind keine Seltenheit. Hiermit scheinen die Schweden sich so richtig auszutoben.

Gegen halb drei sind wir dann auch schon am Kai der Stena-Line. Die 45 führt direkt dorthin, einfacher geht es wirklich nicht. Nun heiβt es warten, erst ab 17:00 Uhr dürfen wir auf das Schiff. Obwohl es noch recht früh ist, sind wir nicht die ersten Motorradfahrer hier: Zwei andere Biker aus Kleve und Mönchengladbach sind bereits da, und wir kommen natürlich ins Gespräch. Die beiden haben über „Hurtigrouten“ eine komplette einwöchige Tour gebucht, inklusive Hotelübernachtungen, und ein Stück Schiffstour war auch dabei. Schlappe 1.800,- Euro pro Nase haben die dafür bezahlt. Ich überschlage für mich selbst meine eigenen Kosten, und komme gerade mal auf die Hälfte, für zwei Wochen wohlgemerkt. Da kann ich mir ein breites Grinsen wirklich nicht verkneifen...




Nichts ist so langweilig wie diese Warterei. Das Gespräch mit den beiden Bikern vom Niederrhein ist längst beendet. Fast im Minutentakt schaue ich auf die Uhr. Endlich ist es fünf Uhr, und wir Motorradfahren dürfen zum Glück wieder als erstes auf das Schiff. Der Rest ist dann Routine: Maschinen festzurren, Sachen auf die Kabinen bringen, kurz unter die Dusche, dann rauf aufs Deck. Hier genieβen wir die Sonnenstrahlen bei einem kühlem Bier. Anschlieβend machen wir noch den Duty-Free-Shop unsicher. Um 20:30 Uhr schlieβlich gehen wir zum Abendessen. Wir haben das „skandinavische Buffet“ gebucht, und genieβen, was es da alles so gibt. Auch die Getränke sind hier frei, und so sind wir die letzten Gäste, die, nach dezenter Aufforderung durch den Kellner, das Restaurant verlassen. Satt und zufrieden drehen wir noch eine kleine Runde über das Deck, und fallen dann um kurz nach elf Uhr in den Kojen.



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