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03.04.2013: En Dag in Ostfreesland

Der Winter war lang genug! Wir wollten uns endlich mal wieder die Sonne auf die Nase scheinen lassen. Als kurz nach Ostern der Himmel dann blau wurde, haben wir trotz der immer noch recht kühlen Temperaturen eine Tagestour an die Nordsee nach Ostriesland gemacht. Und dort einen richtig schönen Tag verlebt.

Erster Stopp unseres Tagesausflugs nach Ostfriesland ist der Ort Suurhusen in der Gemeinde Hinte. Wer die A31 an der Ausfahrt 3, Emden-Mitte, verlässt, und auf der B210 Richtung Norddeich fährt, dem fällt schon nach wenigen Kilometern auf der linken Seite ein schiefer Turm auf: Der schiefe Turm von Suurhusen. Mit seiner Neigung von 5,19 Grad gilt er als der am stärksten geneigte Turm der Welt, und die Suurhusener haben sich das sogar ins Guinness-Buch der Rekorde eintragen lassen. Wir hätten uns die Kirche auch gerne von innen angesehen, und es werden sogar kostenlose Führungen angeboten, doch bis zur nächsten hätten wir noch eine Stunde warten müssen. Daher haben wir lediglich einige Fotos von außen gemacht.

Wer weitere Informationen zum schiefen Turm sucht, der wird hier fündig:

-> Kirche Suurhusen


























Praktisch für den Touristen: Direkt gegenüber der Kirche befindet sich das „Café am schiefen Turm“. Hier kann sich jeder von den Besichtigungen und Spaziergängen erholen. Uns ist es jedoch für eine solche Stärkung noch zu früh, und so fahren wir weiter Richtung Küste.






Unterwegs haben wir immer wieder die für Ostfriesland so typischen Ausblicke: Weites, plattes Land, und mittlerweile auch unzählige Windräder.









Uns führte der Weg weiter bis nach Norddeich. Dort machen wir einen Spaziergang auf dem Deich, und beobachten die vielen Menschen, die Winddrachen steigen lassen. Anschließend laufen wir noch durch den kleinen Hafen, in dem heute nicht besonders viele Schiffe zu sehen sind. Nicht weit von hier fahren auch die Fähren hinüber zu den Inseln Juist und Norderney.


























Wir haben uns genug Wind um die Nase wehen lassen, und fahren nach Norden. Nein, nicht Richtung Norden, sondern in die gleichnamige Stadt. Dort „entern“ wir zunächst eine Teestube, und lassen uns den ostfriesischen Tee schmecken.














Dann laufen wir die Fußgängerzone einmal hinauf und wieder hinunter. An deren südlichen Ende befinden sich zwei Windmühlen: Zum einem die „Frisiamühle“ (direkt neben dem neuen Einkaufszentrum „Norder Tor“), zum anderen die Deichmühle. Beide sind knapp 30 Meter hoch, sind restauriert, können besichtigt werden und beherbergen verschiedene Ausstellungen: In der Frisiamühle findet man Informationen zum Bäckerei- und Konditoreihandwerk. In der Deichmühle dagegen kann man sich über die Mühlengeschichte und -technik informieren. Außerdem findet man dort ein kleines Motorradmuseum mit japanischen Maschinen aus den 60er- und 70er- Jahren.










In unmittelbarer Nachbarschaft der beiden Mühlen befindet sich auch eine auf einem Sockel stehende, acht Meter hohe Doornkaatflasche. Zwar wird dieses Getränk mittlerweile nicht mehr in Norden hergestellt, trotzdem nennen sich die Nordener immer noch gerne „ Doornkaatstadt“.

Wir laufen zurück bis zum nördlich Ende der Fußgängerzone, und lassen unseren Norden-Besuch in einer äußerst leckeren Pizzeria ausklingen. Dann fahren wir weiter nach Marienhafe.










In Marienhafe angekommen statten wir der Marienkirche mit dem dazugehörigen Störtebekerturm einen Besuch ab. Beides stammt aus der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts, und war ursprünglich um einiges größer als das, was heute noch steht. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts stürzten jedoch Teile der Anlage ein, und ein Blitzeinschlag nur kurze Zeit später setzte dem Bau noch zusätzlich zu. Daraufhin entschlossen sich die Gemeindemitglieder zu einem Teilabriss und somit einer Verkleinerung der Kirche auf die heutige Form.










Beides, Turm und Kirche, können besichtigt bzw. bestiegen werden. Da wir die Aussicht vom 37 Meter (ursprünglich 70 Meter!) hohen Turm in der Vergangenheit schon des Öfteren genossen haben, sehen wir uns heute das Innere der Kirche an. Und das hat es wirklich in sich, beherbergt sie doch die am besten und vollständigsten erhaltene Barockorgel Ostfrieslands. Im Jahre 1713 wurde sie fertiggestellt, und feiert daher in diesem Jahr ihr 300 jähriges Bestehen. Die Kirche feiert dieses Ereignis gemeinsam mit den Bürgern von Marienhafe und viel Prominenz im Juni.






















Einige Informationen zu Kirche und Turm findet man hier:

-> Marienkirche

-> Störtebeker



Wir haben dann noch liebe Verwandte in Marienhafe besucht, und bei Tee und Gebäck ein wenig die Zeit vergessen. Als wir uns endlich auf dem Heimweg machen, werden wir am Ende dieses abwechslungsreichen Tages noch mit einem schönen Sonnenuntergang verwöhnt.










Schön war es mal wieder gewesen.
Mal sehen, wann wir das nächste Mal dort sind, für „en Dag in Ostfreesland“.






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