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2016: Auf dem Dortmund-Ems-Kanal-Radweg


Tag zwei: Von Datteln nach Münster

Kanalknotenpunkt Datteln

Wir starten unsere Fahrt gegen halb zehn und stehen nach Überquerung der Schleuse Datteln kurz darauf auch schon am „Dattelner Meer“. Nach Nordwesten zweigt hier der Wesel-Datteln-Kanal Richtung Rhein ab, nach Nordosten führt links die "Alte Fahrt“, rechts daneben die "Neue Fahrt“ des Dortmund-Ems-Kanals. Ein wenig weiter südlich, wir sind gestern daran vorbeigefahren, zweigt hier in Datteln auch der Datteln-Hamm-Kanal Richtung Osten ab. Nimmt man nun noch den Rhein-Herne-Kanal hinzu, der kurz vor Datteln in den DEK mündet, so machen all dies vielen künstlichen Wasserwege das kleine Datteln zum größten Kanalknotenpunkt Europas.


Am Dattelner Meer -> Am Dattelner Meer


Entlang der „Alten Fahrt“ bis Olfen

Hier ab Datteln können wir nun nicht direkt dem (neuen) DEK folgen, sondern müssen entlang der „Alten Fahrt“ weiterradeln. Das ist ein stillgelegter Abschnitt des Dortmund-Ems-Kanals. Ursprünglich fuhren die Schiffe hier entlang, allerdings wurde der Kanal an dieser Stelle mit zunehmenden Verkaufsaufkommen und mit immer größeren Schiffstypen zu klein. Eine Verbreiterung wäre zu aufwendig gewesen, da dieses Teilstück aus vielen Brücken besteht und mit besonderen, teils neun Metern hohen Dämmen versehen ist. So wurde von 1929 bis 1937 von Datteln aus Richtung Lüdinghausen eine neue Streckenführung für den Dortmund-Ems-Kanal errichtet, die „Neue Fahrt“. Damit wurde ein schnellerer Warentransport gewährleistet. Die „Alte Fahrt“ ist heute nicht mehr schiffbar, aber landschaftlich ist es recht schön hier. Und da auch das Wetter passt, treten wir gutgelaunt in die Pedalen.


Alte Fahrt von Datteln nach Olfen -> Entlang der "Alte Fahrt" von Datteln nach Olfen


Alte Fahrt von Datteln nach Olfen -> Entlang der "Alte Fahrt" von Datteln nach Olfen


Von Olfen bis Senden

Bis an den Rand von Olfen führt uns dieser Weg, dort dann ein wenig durch den Ort, bis wir am Ortsausgang wieder auf die „Alte Fahrt“ treffen. Hier finden wir einen kleinen Jachthafen, an dessen Rand wir gemächlich entlangradeln, bis wir schließlich auf den „richtigen“ DEKR treffen.


Jachthafen an der 'Alten Fahrt' in Olfen -> Jachthafen an der "Alten Fahrt" in Olfen


Einmündung der 'Alten Fahrt' in den Dortmund-Ems-Kanal -> Einmündung der "Alten Fahrt" (von rechts) in den Dortmund-Ems-Kanal


Nun führt der Radweg über Lüdinghausen weiter bis nach Senden. Zunächst lässt es sich hier gut fahren. Direkt am Kanal entlang macht es Spaß, einfach so dahin zu rollen und nebenbei auf das Wasser zu gucken und die Schiffe zu beobachten. Die letzten Kilometer vor Senden allerdings sind dann leider eine extrem schlechte Wegstrecke. Recht große Steine liegen auf dem Radweg, es ist eine einzige Rüttelpartie. Spaß macht das wirklich nicht und wir sind froh, als wir endlich Senden erreichen und der Weg wieder besser wird. Hier verlassen wir den Radweg und machen einen Abstecher in die Stadt. Wir finden eine Eisdiele, wo wir uns ein wirklich leckeres Eis schmecken lassen.



Münster, die Fahrradstadt

Der Himmel hat sich zuletzt immer mehr bedeckt, es sieht so aus, als könnte es noch Regen geben. Wir lassen uns aber nicht abschrecken und fahren gut gestärkt weiter auf dem DEKR bis nach Münster. Dort checken wir in der Jugendherberge ein. Schön gelegen ist sie, direkt am Aasee, einem künstlich angelegten Stausee, der für die Münsteraner ein beliebtes Naherholungsziels nahe dem Stadtzentrum ist.

An der Jugendherberge in Münster
-> An der Jugendherberge in Münster


Die Nähe zum Aasee ist vermutlich auch der Grund für den meiner Meinung nach für eine Jugendherberge recht hohen Übernachtungspreis: Ein „Standard-Doppelzimmer“ kostet 39,- € pro Person und Nacht, ein „Komfort-Einzelzimmer“ sogar 79,- €. Hinzu kommt noch eine Touristensteuer, die 4,5 % vom Übernachtungspreis beträgt. Mit welcher Berechtigung die erhoben wird, kann ich allerdings nicht sagen.


Das Wetter ist wieder besser geworden, die Sonne scheint vom mittlerweile wieder fast blauen Himmel. Wir gehen in die Stadt, die wirklich einen recht netten Eindruck macht. Allerdings ist es hier ziemlich chaotisch mit den Fahrradfahrern. Die dürfen anscheinend alles, sind teilweise recht rücksichtslos. Vorfahrt? Egal! Jeder fährt kreuz und quer, es herrscht ein ziemliches Durcheinander, an das man sich als Ortsansässiger vielleicht im Laufe der Zeit gewöhnt. Für mich Tagestourist ist es allerdings ziemlich ätzend. Wir sind froh, als wir ein Restaurant finden, bei dem wir uns draußen hinsetzen können und genießen dort unser Abendessen. Anschließend schlendern wir noch ein wenig am Aasee entlang, bis wir gegen 22:30 Uhr den Tag beschließen.


In Münster -> In Münster


In Münster -> In Münster



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