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2016: Oslo und Bergen, die Großstädte Südnorwegens


Dienstag: Bergen

Blauer geht nicht …

Damit jetzt keine Missverständnisse aufkommen: Ich rede hier vom Himmel :o)

Wolken? Was ist das? Die mit 248 Regentagen im Jahr regenreichste Großstadt Europas liegt im hellsten und schönsten Sonnenschein. Nach dem Frühstück machen wir uns gleich auf Richtung Fløyen, dem 320 Meter hohen Hausberg von Bergen. Dort hinauf kann man entweder zu Fuß gehen oder der mit der Fløibanen fahren. Das ist eine Standseilbahn, die einzige in Norwegen. Sie benötigt zwischen fünf und acht Minuten bis hinauf auf den Berg. Mehr als eine Million Besucher nutzen diese Bahn und auch wir entscheiden uns dafür. Also gehen wir zur Bahnstation, kaufen uns Tickets und fahren kurz darauf auch schon die 848 Meter lange Strecke hinauf.


Bahnstation der Fløibanen -> Bahnstation der Fløibanen


Fløyen, der Hausberg von Bergen

Als wir schließlich oben ankommen und hinaus auf die Besucherplattform gehen, ist uns sofort klar, warum dies ein beliebtes Ausflugsziel sowohl für Touristen wie auch für Einheimischen ist. Die Aussicht hinab auf Bergen ist einfach nur spektakulär. Besonders, wenn man wie wir Glück hat und die Stadt sich absolut Wolkenlos präsentiert. Wir stehen, staunen und genießen ...


Aussicht vom Fløyen -> Aussicht vom Fløyen


Aussicht vom Fløyen -> Aussicht vom Fløyen


Aussicht vom Fløyen -> Aussicht vom Fløyen


Eigentlich wollen wir gar nicht wieder runter vom Fløyen. Die Aussicht ist einfach nur schön. Aber wir wollen ja noch ein wenig mehr von Bergen sehen. Daher fahren wir der Fløibanen wieder hinab. In den Wagons der Bahn sollen übrigens einhundert Menschen passen. Ich bin froh, das wir jetzt gerade mal um die zwanzig sind. Bei voller Auslastung wäre es mächtig eng hier drin.

Wir gehen durch die Fußgängerzone, zweigen mal nach rechts und mal nach links ab, steigen Treppen hinauf und wieder hinab, lassen uns einfach treiben.


Die Johanneskirche in Bergen
-> Die Johanneskirche in Bergen


Spaziergang durch Bergen -> Spaziergang durch Bergen


Blick hinauf zum Fløyen -> Blick hinauf zum Fløyen


Spaziergang durch Bergen -> Spaziergang durch Bergen


Spaziergang durch Bergen -> Spaziergang durch Bergen


Weltkulturerbe: Das Hanseviertel „Bryggen“


Weltkulturerbe Bryggen Am späten Mittag machen wir eine Kaffee & Kuchen-Pause und beschließen dabei, uns nun das Hanseviertel „Bryggen“ anzusehen. Die bunten Häuserfronten waren uns schon auf dem Weg vom Hotel zur Fløibanenstation aufgefallen, nun wollen wir uns das Viertel genauer ansehen. Gegründet wurde es im Jahr 1343 von deutschen Kaufleuten der Hanse, die hier in Bergen gute Geschäfte witterten. Bergen war damals ein wichtiger Warenumschlagsplatz und da wollte die Hanse natürlich mitverdienen. Zu der Zeit hieß dieses Viertel noch „Tyskebryggen“, also „Deutsche Brücke“.


Im Jahre 1702 wurden fast alle Gebäude durch ein Feuer vernichtet. Das Viertel wurde jedoch im alten Still wieder aufgebaut. 1901 wurde dann einige der Häuser abgerissen.
Nach dem zweiten Weltkrieg, in dem die deutsche Wehrmacht hier ziemlich gewütet haben muss, strichen die Norweger das „Tyske“ aus den Namen und nennen dieses Viertel seitdem nur noch „Bryggen“.


1955 kam es erneut zu einem Brand, bei dem etwas die Hälfte aller Gebäude verloren gingen. Es folgte eine Diskussion über die Verwendung der restlichen 62 Häuser. Schließlich entschloss man sich dafür, diese zu restaurieren und zu erhalten. Zum Glück, denn heute zählt Bryggen zum zum Weltkulturerbe der UNESCO.



Weltkulturerbe Bryggen -> Weltkulturerbe Bryggen


Weltkulturerbe Bryggen Weltkulturerbe Bryggen
-> Weltkulturerbe Bryggen


Weltkulturerbe Bryggen -> Weltkulturerbe Bryggen


Nicht weit vom alten Hanseviertel entfernt steht die Marienkirche. Sie war die Hauptkirche der deutschen Kaufleute und wurde daher auch „Deutsche Kirche“ genannt. Um 1130 wurde sie nach dem Vorbild des Doms zu Speyer erbaut und das zeigt, das die deutschen Kaufleute hier auch schon vor Bryggen recht aktiv waren. Von 1408 bis 1766 wurde sie ausschließlich von den Hansekaufleuten genutzt. Die Predigten dort wurden bis 1868 auf deutsch gehalten.
Heute stehen wir hier leider vor verschlossenen Türen. Schade, ich hätte gerne mal einen Blick hinein geworfen.


Die Marienkirche Bergen -> Die Marienkirche, Hauptkirche der deutschen Hanse-Kaufleute


Wir haben noch ein wenig Zeit und besuchen zum Abschluss des Tages den Park der Festung Bergenhus. Dies ist eine der ältesten und am besten erhaltenen Festungen Norwegens, die ältesten Teile stammen noch aus dem 12. Jahrhundert. Damals hieß dieses Gebiet noch Holmen und war Sitz des Norwegischen Königsthrons, Bergen somit die Hauptstadt Norwegens. In den folgenden Jahrhunderten wurde Bergenhus immer mehr ausgebaut. Ab ungefähr 1700 war die Festung bis Anfang des 19. Jahrhunderts am vollständigsten. Ab da wurde dann ein Teil der Anlage zum Park und Lustgarten um konzipiert, der Rest wurde jedoch weiterhin militärisch genutzt. Das hat sich bis heute nicht geändert, noch immer haben rund 150 militärische Angestellte hier ihren Arbeitsplatz.


Im Park der Festung Bergenhus -> Im Park der Festung Bergenhus


Im Park der Festung Bergenhus -> Im Park der Festung Bergenhus


Mittlerweile ist es spät geworden, es ist Zeit für das Abendessen. Anschließend sitzen wir noch ein wenig draußen in einem der Lokale, die in den bunten Häusern von „Bryggen“ zu finden sind, bis es schließlich zu kühl wird und wir zu unserem Hotel gehen. Morgen fahren wir mit der Fähre Richtung Heimat. Das Wetter soll weiter gut belieben, daher freuen wir uns schon auf diese „Seefahrt“



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