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Eine Motorradreise durch Wales
 Heimreise  

Heute ist es unser letztes Frühstück in hier Wales. Zum Abschied bekommen wir noch einmal ein „full Welsh breakfast“. Dazu wie immer jede Menge Toast und Marmelade.

Anschließend packen wir unsere Sachen und verstauen sie an den Maschinen. Hierin sind wir nun beinahe schon Profis. Dann starten wir gen Heimat.

Wir fahren auf kleinen Straßen Richtung Osten. Das Wetter ist gut und da wir jede Menge Zeit haben nutzen wir das und meiden nicht nur die Autobahnen, sondern auch größere Landstraßen. So tasten wir uns langsam vor, bis wir am frühen Nachmittag „Stratford-upon-Avon“ erreichen, den Geburtsort von William Shakespeare. Unsere Idee, hier zu übernachten und uns Shakespeare Geburtshaus anzusehen, scheitert daran, dass wir keine Unterkunft finden. Die bekommen wir dafür einige Kilometer weiter in einem Ort namens „Warwick“, von dem ich noch nie vorher etwas gehört habe, das sich aber als recht nette und ansehnliche Kleinstadt entpuppt.

Es ist wohl etwas dran an dem Spruch „Reisen bildet“ :o)


Warwick

-> Das Städtchen Warwick in England


Warwick

-> Das Städtchen Warwick in England


Am nächsten Morgen sind wir dann ganz entspannt unterwegs auf den letzten Kilometern Richtung Harwich. Von dort aus wird am späten Abend unser Fähre nach Hoek van Holland in den Niederlanden starten. Gegen Mittag machen wir in „Mistley“ eine ausgiebige Pause. Die Nordsee ragt hier wie ein Fjord in das Landesinnere hinein und wir sitzen am Ufer und beobachten, wie der Wasserspiegel langsam steigt und das vor uns liegende Watt überflutet wird. Unser letztes englisches Geld investieren wir zunächst an einem mobilen Imbisswagen, der Rest geht dann für Softeis über den Tresen. Dabei genießen wir die Sonne, die uns zum Abschied noch einmal richtig verwöhnt.


Mistley

-> Mistley: Warten auf die Flut


Mistley

-> Hat auf ihrer ersten "großen" Tour ohne Probleme durchgehalten: Meine Versys


Von Mistley aus ist es nur ein Katzensprung bis zum Fähranleger in Harwich. Dort sind auch schon andere Urlauber und gemeinsam warten wir, dass wir auf die Fähre dürfen. Es folgen das einchecken und beziehen der Kabine. Mittlerweile haben wir durch unsere Motorradtouren in den letzten Jahren durchaus eine gewisse Routine darin.

Später am Abend stehen wir dann an Deck unserer Fähre, die um Mitternacht ablegen wird. Es ist bereits dunkel, die Hafenlichter leuchten zu uns herüber und immer neue LKWs verschwinden im Minutentakt im Bauch des Schiffes. Wir lassen unsere Tage in Wales Revue passieren und sind uns einig, dass es uns Spaß gemacht hat, dieses Land zu besuchen.


Fähre

-> Abend an Deck der Fähre


Wir kommen noch mit einigen anderen Motorradfahrern ins Gespräch. Sie waren in Irland und schwärmen von dem Grün der Landschaft und den netten Menschen dort. Als wir sagen, dass wir in Wales waren, schauen sie uns erstaunt an.
„Wales? Was gibt es denn in Wales?“ fragen sie und fast klingt es ein wenig abfällig.
‚Wenn ihr wüsstet‘ denke ich bei mir, schaue hinaus auf das dunkle Meer und denke zurück an Burgen und Klöster, Brücken und Sagen, Küsten mit schönen Sonnenuntergängen und einsamen Leuchttürmen, an Nationalparks und Whiskybrennereien. Und an Menschen, die sich wirklich darüber freuten, dass wir ihr kleines Land besuchen.

„Good by Wales“ sage ich in Gedanken zu mir selbst. „Hope to see you again …“





Wales



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